Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

67 ISBI – Kenia:
Valartis Bank unterstützt Mikrounternehmer in Nairobi

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

>>32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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ICEP-Projekt 32

Guatemala: Bessere Bildung, längerer Schulbesuch

In vielen ländlichen Gemeinden Guatemalas schicken Eltern ihre Kinder nicht in die Schule, weil sie – mit einigem Grund – vom Wert und Nutzen des Unterrichts nicht überzeugt sind. Eine Schulreform bietet nun den gesetzlichen Rahmen, das Mitspracherecht der Eltern im Schulalltag zu verankern und die Qualität der angebotenen Bildung zu heben.



Guatemalas Bildungssituation ist eine der schlechtesten Lateinamerikas. Das bestätigte der Bericht „Education for all“ der UNESCO 2004: Die Alphabetisierungsrate ist mit 60 Prozent Analphabeten niedrig, die Zahl der Schulabbrecher liegt bei der Hälfte der Schulanfänger. In ländlichen Gegenden zeigt sich die Situation in verschärfter Weise. Dies nicht nur wegen des spärlichen Schulangebots, sondern auch wegen der geringen Wertschätzung der Eltern für den angebotenen Unterricht. Dafür gibt es Gründe: Zum Einen waren die Lehrpläne bis vor kurzem zentral formuliert, die Inhalte gingen an den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung vorbei. Zum anderen waren die Lehrkräfte nicht in der Lage, diese Defizite zu kompensieren und den Eltern die Bedeutung des Unterrichts zu vermitteln. Somit bleibt die Mehrheit der Kinder zumindest zeitweise der Schule fern, in erster Linie die Mädchen. Die daraus sich ergebende Perspektivenlosigkeit bewegt viele Landbewohner dazu, in die Stadt abzuwandern, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, welches meist aber nicht gefunden wird.
Durch eine Reform des öffentlichen Schulsystems, die erst kürzlich durchgeführt wurde, wurde die Autonomie der Schulen erweitert. Es ist ihnen nun freigestellt, ihre administrativen Strukturen an die vorhandenen Bedürfnisse anzupassen, ebenso die Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien.


Hier setzt das Projekt an. Ziel ist es, öffentliche Grundschulen in bis zu fünfunddreißig ausgewählten Gemeinden strukturell zu festigen und die Bidlungsinhalte unter Einbeziehung der Eltern an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen und zu verbessern. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Einbeziehung der Eltern, die letztendlich dafür sorgen, dass die Kinder in die Schule gehen.

Die konkreten Projektziele lauten:
Bis 2008 werden 300 Lehrer pädagogisch und didaktisch ausgebildet, mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung.
1000 Elternteilen wird der Nutzen von Schulbildung näher gebracht. Die Eltern werden geschult, ihre Wertvorstellungen zu artiklieren und in den Erziehungsprozess einzubringen.
800 von den 1000 Elternteilen werden gemeinsam mit Lehrern und Administratoren aktive Mitglieder von Schulkomitees.
Die Lehrkräfte lernen im Rahmen eines „Training on the Job“, neue Lehrmethoden und -materialien anzuwenden und erreichen damit bis zum Projektende 2008 10.000 Schüler.
90 Prozent der neu gegründeten Schulkomitees werden miteinander vernetzt, um in Zukunft Erfahrungen auszutauschen und Unterrichtsinhalte, Lehrmethoden und Materialen weiterzuentwickeln.

Die Rate der Schulabbrecher wird um 50 Prozent gesenkt. Das kommt vor allem Mädchen und Frauen zugute – jene Gruppe, in der die Anzahl der Schulabbrecher bisher am höchsten war. Erfahrungen zeigen, dass Mädchen und Frauen mit Schulabschluss besser für ihre Kinder sorgen, was Gesundheit, Ernährung, Hygiene und Erziehung anlangt. Langfristig wird das Projekt auch dazu beitragen, die Abwanderung vom Land in die Städte zu verringern, da es Voraussetzungen dafür schafft, dass wirtschaftliche Entwicklung auch am Land in Gang kommt.

© ICEP 2006

Das Projektbudget
in Euro für Jul 2006 bis Jun 2009

Personal: 77.500,-
Ausbildung Lehrer: 54.000,-
Ausbildung Eltern und Kinder: 45.000,-
Ausbildungsmaterial: 45.000,-
Betriebskosten: 30.600,-

Projektkosten 252.100,-

Finanzierung durch private Mittel.


Das Projektgebiet
Das Projekt findet in dreißig Gemeinden des Westlichen Hochlands Guatemalas statt. Die Menschen in diesen Gemeinden leben auf niedrigstem Lebensstandard. Über 60 Prozent sind Analphabeten.

Der Projektpartner
FUNDAP (Fundación para el desarrollo integral de programas socioeconómicos) ist eine guatemaltekische NGO mit Sitz in Quetzaltenango. Ihr Ziel ist es, zur nachhaltigen Entwicklung des westlichen Hochlands beizutragen, vor allem durch eine Stärkung der Wirtschaft. FUNDAP verdankt sein Entstehen der Großzügigkeit eines Unternehmers aus Quetzaltenango. Er ermöglichte es, dass Ing. Jorge Gándara im Jahr 1984 mit dem Aufbau der Entwicklungsarbeit beginnen konnte. Heute beschäftigt FUNDAP 250 Mitarbeiter und genießt hohes Ansehen bei der Bevölkerung. 2002 verzeichnete es mehr als 50.000 Begünstigte. Das konkrete Projekt gehört der Programmlinie FUNDAP-PEVI an (Programa de Educación Integral para la Vida), das auf eine zehnjährige Erfahrung in der Ausbildung von Jugendlichen verweisen kann.