ICEP-Projekt
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Kenia: Nachhaltige Einkommensquellen
für ländliche Gemeinden
Ökotourismus,
nachhaltige Landwirtschaft, Förderung von KleinunternehmerInnen
und die Implementierung eines kollektiven Vermarktungsorganismus
sind die Komponenten, die im Rahmen dieses Projektes
auf sinnvolle Weise miteinander verknüpft werden.
In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Lewa trägt
ICEP so zu einer umfassenden ökonomisch und ökologisch
nachhaltigen Entwicklung der Region bei.
Die Bewohner der ländlichen
Regionen Zentralkenias sind in einem Teufelkreis der
Armut gefangen. Da das semiaride Klima - verstärkt
durch eine Reihe lang anhaltender Dürreperioden
- kaum intensivere Formen der Rinderzucht zulässt,
führten viele Bewohner der Region traditionell
ein Leben als nomadische Viehhalter. Allerdings erschwert
eine nomadische Lebensweise den Zugang zu angemessener
Schulbildung und Gesundheitsversorgung. Dies veranlasste
zahlreiche Stämme sesshaft zu werden. Dadurch
erhöhte sich jedoch die Belastung der ohnehin
schon knappen natürlichen Ressourcen der Region
drastisch, da die Menschen kaum Erfahrung mit nachhaltigen
Formen der Landwirtschaft haben. Durch das äußerst
niedrige Bildungsniveau ist die Chance auf Einkommensalternativen
außerhalb der Landwirtschaft sehr gering.

In einem parallelen Projekt
(>>
ICEP-Projekt 26) unterstützt ICEP seinen
Partner Lewa bereits bei der Implementierung von Ausbildungsstrukturen
und Mikrofinanzierungsmaßnahmen für Frauen.
In diesem Projekt werden die erfolgreichen Ansätze
ausgeweitet und um zusätzliche Aspekte –
landwirtschaftliche Entwicklung und Förderung
des regionalen Tourismus als neue Einkommensquelle
– ergänzt. Einerseits wird durch die Erschließung
alternativer Einkommensquellen die Abhängigkeit
der Bevölkerung von der Landwirtschaft vermindert.
Andererseits verringert die Anwendung nachhaltiger
landwirtschaftlicher Methoden die Belastung der natürlichen
Ressourcen. Dadurch kann die ländliche Bevölkerung
Zentralkenias ihr Einkommen auf ökonomisch und
ökologisch sinnvolle Weise langfristig steigern.

Das Projekt legt einen besonderen Schwerpunkt auf
unternehmerische Ausbildung, wie etwa Trainings zur
Stärkung lokaler Kleinunternehmen im Bereich
des Ökotourismus, damit sich die Menschen ein
Standbein außerhalb der Landwirtschaft schaffen
können. Durch die Implementierung lokaler Spar-
und Kreditgruppen werden diese mikrounternehmerischen
Initiativen zusätzlich unterstützt. Außerdem
erhalten die Begünstigten durch landwirtschaftliche
Schulungen das notwendige Know-how, um ihre Landwirtschaft
nachhaltig und produktiv gestalten zu können.
Damit die gewonnenen landwirtschaftlichen Erträge
auch besser vermarktet werden können, fördert
das Projekt den Aufbau kollektiver Vermarktungsstrukturen
– dadurch bekommt die ländliche Bevölkerung
einen verbesserten Zugang zu lokalen und regionalen
Absatzmärkten.

Konkrete Projektziele
Durch die Ausweitung des bestehenden Trainingsprogramms
in mehreren einander ergänzenden Bereichen –
Landwirtschaft, Ökotourismus, Unternehmer, kollektive
Vermarktung und Mikrofinanzierung - werden Strukturen
für eine ökonomisch und ökologisch
nachhaltige Einkommenserwirtschaftung geschaffen.
Durch die Implementierung von Trainingsstukturen im
Bereich Ökotourismus
finden ökologisch
verträgliche Tourismusaktivitäten in 11
involvierten Gemeinden statt.
werden mindestens 100
Personen durch fachspezifische Schulungen auf ein
Beschäftigungsverhältnis im direkten Kontakt
mit Touristen vorbereitet.
wird ein Trainingsprogramm
für den Ausbau von Verwaltungs- und Managementkapazitäten
bei Fortgeschrittenen entwickelt.
Durch landwirtschaftliche Trainings
werden mind. 1.620 Familien
in geeigneten landwirtschaftlichen Methoden wie Bodenbewirtschaftung
oder Viehzucht ausgebildet, und mind. 75% wenden diese
an.
bilden sich mind. 6 kommunale
Komitees, welche für die Verwaltung der lokalen
Weidegründe verantwortlich sind.
Durch Ausbildung und Stärkung lokaler Spar- und
Kreditgruppen in den Dörfern
werden bis Projektende
47 Frauengruppen in unternehmerischem Know-how und
der Handhabung von Mikrokrediten geschult.
Werden insgesamt 1300
Frauen erreicht, von denen 900 ein erfolgreiches Unternehmen
aufbauen und 400 ihre bereits existierenden Unternehmen
ausbauen können.
Die Etablierung eines kollektiven Vermarktungsmechanismus
sichert mindestens 8 Absatzkanäle
für mindestens 10 verschiedene Produktarten.
eröffnet mind. 800
Menschen die Möglichkeit, ihre Produkte besser
zu vermarkten.
lässt die Erträge
der Entwicklung der Gemeinden im Projektgebiet zugute
kommen.
© ICEP 2007
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