ICEP-Projekt
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Nicaragua: Unternehmerische
Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen
Die unternehmerische
Ausbildung für Agrarkooperativen hat sich
als erfolgreiches Mittel zur Armutsbekämpfung
erwiesen. ICEP unterstützt die nicaraguanische
Organisation CENADE durch Capacity Building in wirtschaftlichen
Belangen. Dadurch wird eine organisatorische Stärkung
von 15 Kooperativen und eine nachhaltige Verbesserung
der Lebenssituation von 450 Kleinbauern ermöglicht.
Nicaragua zählt zu
den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Rund
70 % der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft.
Um diese nachhaltig und produktiv gestalten zu können,
mangelt es den Kleinbauern jedoch an Know-how: Durch
die Anwendung veralteter Anbau-methoden ist der Ertrag
bescheiden, der Einsatz umweltschädigender Düngemittel
zerstört die natürlichen Ressourcen.
In einem Pilotprojekt (>>
ICEP-Projekt 28) setzte ICEP daher gemeinsam mit
den Partnern Cenade und Prodem auf einen integralen
Ansatz: Die Kleinbauernfamilien erhielten landwirtschaftliches
und unternehmerisches Know-how. So konnten sie einerseits
ihre Produktivität steigern sowie die Umweltbelastung
verringern und lernten gleichzeitig, ihre Landwirtschaften
als Betriebe zu sehen und ihre Produkte erfolgreicher
zu vermarkten. Weiters initiierte ICEP die Stärkung
von 7 Agrarkooperativen. Kooperativen wurden in Nicaragua
ursprünglich zu dem Zweck gegründet, eine
rechtliche Basis für die Landreform der 80er
Jahre zu legen. Sie werden allerdings kaum als Produktions-,
Einkaufs- oder Vertriebshilfe für die jeweiligen
Mitglieder genutzt. Im Rahmen des Projekts erhielten
daher 7 Kooperativen und deren 190 Mitglieder eine
unternehmerische Ausbildung, um den Ertrag durch Weiterverarbeitung
und gemeinsame Vermarktungsstrategien zu erhöhen
– mit Erfolg.

Das aktuelle Folgeprojekt zielt weiterhin darauf ab,
die Lebenssituation von Kleinbauernfamilien in der
Projektregion nachhaltig zu verbessern. Konkret geht
es dabei einerseits um Capacity Building zur Verbesserung
der Funktionsfähigkeit von 15 landwirtschaftlichen
Kooperativen, andererseits um die Vermittlung von
wirtschaftlichem Know-How sowohl an die Leitungsgremien
als auch an die einzelnen Mitglieder der Kooperativen.
Zu diesem Zweck werden die Ausbildungsprogramme und
Aktivitäten von CENADE nachhaltig gestärkt,
verbessert und ausgeweitet.
Konkrete Projektziele
Da das Pilotprojekt mit 7 Kooperativen bemerkenswerte
Erfolge zeigte, wird das laufende Folgeprojekt mit
15 Kooperativen initiiert. Direkt Begünstigte
sind die Mitglieder der Kooperativen, das sind ca.
450 Kleinbauern. Indirekt Begünstigte sind die
Familien der Mitglieder. Bei einer Haushaltsgröße
von durchschnittlich 6 Familienmitgliedern entspricht
dies 2.700 indirekt Begünstigten.

Unternehmerische Ausbildung auf drei Ebenen
Die Umsetzung des Ausbildungsprogramms funktioniert
auf drei Ebenen: Training of Trainers, Training für
die Leitungsgremien und Training für die Mitglieder
der Kooperativen. Die Trainer von CENADE erhalten
eine 10-tägige Ausbildung durch den ICEP-Partner
PRODEM zur Erweiterung und Verbesserung der didaktischen
und fachlichen Kapazitäten im Bereich Business-
und Unternehmertrainings. Auf dieser Basis kann CENADE
in Zusammenarbeit mit einem weiteren externen Experten
den Leitungsgremien der Kooperativen wirtschaftliches
Know-How vermitteln. Die Leitungsgremien werden in
Folge dabei unterstützt, Business-Pläne
für ihre Kooperativen auszuarbeiten, die zur
Stärkung der Organisation einen erheblichen Beitrag
leisten. Die Mitglieder der Kooperativen werden im
Rahmen ihrer Ausbildung in die Aktivitäten der
Kooperativen eingebunden und erwerben wirtschaftliche
Kenntnisse, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt
sind. Insgesamt werden 75 Kurse in 15 Gemeinden abgehalten.
Zum Erfolg des Projekts zählt auch die Umsetzung
der selbst erarbeiteten Bewirtschaftungspläne
für die Produktionsflächen der Kleinbauern.
Durch die Anwendung von effizienteren Produktionstechniken
und den Einsatz von Kosten-Nutzen Analysen können
die Kleinbauernfamilien ihr Produktivität erhöhen,
ihr Einkommen steigern und so ihre Lebenssituation
nachhaltig verbessern.
© ICEP 2007
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