Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

>>47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

67 ISBI – Kenia:
Valartis Bank unterstützt Mikrounternehmer in Nairobi

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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ICEP-Projekt 47

Kirgistan: „Stark in der Gruppe“ – Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

Marktwirtschaftliches und unternehmerisches Denken sind für viele Menschen im ehemals sowjetischen Kirgistan noch ungewohnt. Durch unternehmerisches Know-how und Zugang zu Kapital erhalten Selbsthilfegruppen professionelle Unterstützung bei der Gründung und Formalisierung von Kleinstunternehmen.

Die Armutssituation in Kirgistan - besonders auf dem Land und in Siedlungsgebieten rund um die Großstädte - hat sich seit Erlangung der Unabhängigkeit 1991 und dem darauf folgenden Transformationsprozess verschärft. Ein Großteil der Beschäftigten auf dem Land und in der Region rund um die Hauptstadt Bishkek sind Selbstständige im informellen Sektor, die zwar technisch oft gut ausgebildet sind, aber über mangelndes unternehmerisches Know-how und praktisch keinen Zugang zu Fremdkapital für Investitionen verfügen. Die meisten Kleinunternehmen sind daher in ständigen Existenznöten.

In vielen Orten Kirgistans haben sich aus diesem Grund Selbsthilfegruppen (SHG) gebildet, um gemeinsam die Lebens-umstände vor Ort zu verbessern. Manche SHG organisieren einen Austausch von unternehmerischem Know-how und/oder Spar- und Kreditmöglichkeiten. Die Struktur der SHG ist aber zumeist schwach, das Management der Gruppen unprofessionell, und das Volumen der Spareinlagen erlaubt nur minimale Kreditvergaben.

Die kirgisische Entwicklungsorganisation Erayim setzt sich seit ihrer Gründung 1995 intensiv für die strukturelle und organisatorische Stärkung dieser SHG ein. Das Projekt mit ICEP hat in erster Linie eine Erweiterung der Struktur von Erayim um eine Unternehmerausbildungs-Komponente und eine Professionalisierung von Erayim als Mikrofinanzorganisation zum Gegenstand. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Ausbildungsstruktur, welche einerseits die Stärkung von Selbsthilfegruppen und andererseits von Mikrounternehmen durch die Professionalisierung ihrer Tätigkeiten sichert. Dadurch wird wiederum eine Verbesserung der Situation der SHG-Mitglieder erreicht.

Auf der einen Seite umfasst das Projekt die Durchführung von Ausbildungsaktivitäten für SHG-Vertreter – sogenannte Multiplikatoren – und auf der anderen Seite die Einrichtung eines revolvierenden Fonds für Kleinunternehmer. Wie bei der bewährten Dorfbankenmethode, die ICEP etwa mit der Partnerorganisation FUNDAP in Guatemala einsetzt, werden isolierte SHG miteinander vernetzt und erhalten durch den Erayim-Mikrokreditfonds Zugang zu Kapital. Innerhalb der SHG kann dieses in Form von Mikrokrediten an die einzelnen Mitglieder vergeben werden. In Kombination mit den Unternehmertrainings, welche die Multiplikatoren in ihre jeweiligen Gruppen tragen, werden die Mitglieder in die Lage versetzt, ihre Kleinunternehmen erfolgreicher führen und ihre Einkommen zu erhöhen.

Konkrete Projektziele
400 Vertreter von Selbsthilfegruppen werden durch Erayim zu Multiplikatoren ausgebildet, damit sie das erworbene unternehmerische Know-how an ihre Gruppen in den ländlichen Regionen Kirgistans weiter geben können.
Konkret werden rund 100 Selbsthilfegruppen gestärkt, 20 stellt Erayim Kapital zur Verfügung.
Insgesamt können rund 500 Kleinunternehmer durch das Erwerben von unternehmerischem Know How und einen erleichterten Kapitalzugang ihre wirtschaftliche Situation verbessern.

© ICEP 2008

Projektzeitraum
Jänner 2008 – Dezember 2009

Projektkosten
€ 146.300,-

Gefördert durch die


Das Projektgebiet
Im Jahr 1991 als autonome Republik anerkannt, verschlechterte sich die Situation in Kirgistan nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erheblich. Der Aufbau eines eigenen Wirtschafts- und Sozialsystems schreitet nur langsam voran. Die wirtschaftliche Entwicklung konzentriert sich hauptsächlich auf Städte, während Aus-, Weiterbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten für die ländliche Bevölkerung kaum vorhanden sind. 43 Prozent der rund 5 Millionen Einwohner leben unter der Armutsgrenze - 11 Prozent gelten als extrem arm.

Der Projektpartner
Die Arbeit der 1995 gegründeten Nicht-Regierungsorganisation Erayim richtet sich fast ausschließlich an Frauen. Das Ziel von Erayim ist der Aufbau und die Stärkung von lokalen Selbsthilfegruppen, um Ausbildungsprozesse in Gang zu setzen, die eine wirtschaftliche Entwicklung fördern. Erayim ist eine von nur zwei Organisationen in Kirgistan, die nicht auf Russisch, sondern auf Kirgisisch arbeitet und dadurch tatsächlich die ärmsten Bevölkerungsschichten erreicht – dies ist insbesondere am Land von großer Bedeutung, wo meist überhaupt kein Russisch gesprochen wird.

DialectICON hat sich als private kirgisiche Consulting GmbH auf Beratungen mit Schwerpunkt wirtschaftliche und soziale Entwicklung spezialisiert. Im Rahmen des Projektes bringt DialectICON das Know-how für die Formalisierung von Mikrounternehmen ein und wirkt unterstützend bei der Implementierung entsprechender Kurse.