ICEP-Projekt
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Kasachstan: Berufsausbildung
und Jobvermittlung für Jugendliche in Kasachstan
Die Ausbildungs-
und Jobsituation für Jugendliche in Kasachstan
lässt weitgehend zu wünschen übrig.
Es wurden zwar grundlegende Reformen zur Modernisierung
im Bildungsbereich ausgearbeitet, von der konkreten
Umsetzung dieser Maßnahmen ist Kasachstan aber
noch weit entfernt. Durch den gezielten Ausbau von
Strukturen zur Berufsorientierung, -ausbildung und
–beratung sowie durch Jobvermittlung erhalten
marginalisierte Jugendliche neue Perspektiven und
Unterstützung, um sich nachhaltig ins Berufsleben
integrieren zu können.
Mit der Unabhängigkeit
1991 musste die kasachische Gesellschaft einen drastischen
Rückgang der öffentlichen Unterstützungen
wie etwa minimierte Sozialdienstleistungen oder einen
schlechteren Zugang zu öffentlichen Ausbildungsinstitutionen
in Kauf nehmen. Die drastischen Kürzungen der
öffentlichen Ausgaben wirken sich besonders negativ
auf die Qualität der Ausbildung aus. Dies spiegelt
sich unter anderem in einer unzulänglichen Vorbereitung
der Jugendlichen für den Arbeitsmarkt wieder,
wodurch auch der Produktionssektor nur über wenig
qualifizierte Fachkräfte verfügt. Auch das
Informationsangebot für Jugendliche sich über
Möglichkeiten der Berufsausbildung oder offene
Stellen informieren zu können, ist denkbar schlecht.
Jugendliche Randgruppen, die sich den Zugang zu privaten
Ausbildungsinstitutionen nicht leisten können
und somit schlechtere Voraussetzungen für den
Einstieg in den Arbeitsmarkt mitbringen und/oder über
keinen Zugang zu entsprechenden Informationskanälen
verfügen, können so kaum am wirtschaftlichen
Aufschwung partizipieren. Sie werden desillusioniert
und brechen ihre Ausbildung oftmals vorzeitig ab.
Besonders auf dem Land und in Siedlungsgebieten rund
um Großstädte wie Astana oder Almaty ist
die Lage prekär.

Ziel des Projekts ist es, marginalisierten Jugendlichen
Zukunftsperspektiven für einen erfolgreichen
Berufseinstieg zu eröffnen. Dazu baut dieses
Projekt auf einem Vorgängerprojekt auf, in dessen
Rahmen bereits verschiedene Ansätze für
deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt
implementiert wurden. Im laufenden Projekt werden
insbesondere die Ausbildungs- und Orientierungskapazitäten
des MASP Youth Centers intensiviert und weiter ausgebaut.
Erstens erhalten die Jugendlichen durch maßgeschneiderte
Orientierungs- und Beratungsaktivitäten individuelle
Unterstützung bei der Wahl einer geeigneten Berufsausbildung
und/oder bei ihrer Jobsuche. Zweitens erhalten Jugendliche
im Rahmen von Berufsbildenden Intensivkursen eine
praxisorientierte Ausbildung, die ihnen einen schnellen
Jobeinstieg ermöglicht. Auf diese Weise können
sich die Jugendlichen langfristig in den Arbeitsmarkt
eingliedern, ihr eigenes Einkommen erwirtschaften
und auf diese Weise ihre gesellschaftliche Isolation
durchbrechen.

Einerseits umfasst das
Projekt die Durchführung von Beratungsaktivitäten
für marginalisierte Jugendliche in den Bereichen
Berufsorientierung und Jobvermittlung. Diese finden
entweder in Form von individuellen Beratungsgesprächen
oder mehrtägigen Intensivseminaren statt und
beinhalten auch stets eine Persönlichkeitsbildende
Komponente. Andererseits werden konkrete Berufsausbildungskurse
für Jugendliche in verschiedenen Berufsrichtungen
(IT, Gastronomie) angeboten, sowie erstmals im Rahmen
von Werkstätten (Schneiderei und Papierverarbeitung)
Kurse durchgeführt, die speziell auf die Bedürfnisse
von marginalisierten Jugendlichen mit Lern- und/oder
Entwicklungsstörungen zugeschnitten sind. Durch
Sensibilisierungsaktivitäten wird auch das familiäre
Umfeld der Jugendlichen eingebunden, sodass Eltern
bzw. Erziehungsberechtigte ihre Kinder besser unterstützen
und gemeinsam mit ihnen Wege aus der sozialen Ausgrenzung
entwickeln können.
Konkrete Projektziele
240 marginalisierte Jugendliche werden in ihrer Persönlichkeit
gestärkt und erhalten im Rahmen von individueller
Beratung oder von mehrtägigen Intensivseminaren
Unterstützung bei der Wahl ihrer Berufsausbildung
bzw. bei ihrer Jobsuche.
100 marginalisierte Jugendliche erwerben im Rahmen
eines von 5 Berufsausbildungskursen eine auf die Anforderungen
des Arbeitsmarktes zugeschnittene berufliche Qualifikation.
Mind. 70% der betreuten Jugendlichen haben aufgrund
der Beratung konkrete Vorstellungen hinsichtlich ihrer
angestrebten Berufslaufbahn entwickelt bzw. finden
mit Unterstützung des MASP Youth Centers einen
Arbeitsplatz.
Mind. 70% der Begünstigten sind Mädchen
oder junge Frauen.
Mind. 100 Elternteile wurden sensibilisiert und in
die Unterstützung der Jugendlichen eingebunden.

© ICEP 2009
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