Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

67 ISBI – Kenia:
Valartis Bank unterstützt Mikrounternehmer in Nairobi

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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>>abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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„Initiativen wie ICEP sind erfreuliche Beweise für eine lebendige Zivilgesellschaft. Über solches Engagement erreicht die Gesellschaft eine notwendige Öffnung über sich hinaus und übernimmt Veranwortung. Mich hat ICEP, seit ich es kenne, mit seinen Grundsätzen überzeugt. Mir gefällt der Optimismus, mit dem ICEP seinen Einsatz leistet, und ich halte seine Arbeit für einen wichtigen Beitrag zur Humanisierung auch unserer Gesellschaft.“

Prof. Dr. Rudolf Bretschneider,
GfK-Fessel Institut, ICEP-Beirat

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Zukunft für Kleinunternehmer im Fremdenverkehr

Mit ausgedehnten Naturparks, 25 Kratern, riesigen Seeflächen, vulkanischen Inseln und reizvollen Kolonialstädten lockt der am Pazifik gelegene Teil Nicaraguas jährlich hunderttausende Touristen über den Inter American Highway für zumindest einen kurzen Aufenthalt ins Land. Der Lago de Nicaragua ist mit einer Oberfläche von 8.175 km2 der größte See Mittelamerikas, der zehntgrößte Süßwassersee der Welt, Lebensraum der einzigartigen Süßwasserhaie und Fischrevier für Pelikane. In der Pazifik-region befinden sich die wichtigsten Städte Nicaraguas: Managua, Masaya, Granada, Carazo und Rivas. Hier lebt rund ein Viertel der Bevölkerung des Landes, in der großen Mehrheit Mestizen.

Tourismus in den Kinderschuhen
Während sich die internationale Tourismusindustrie viel vom aufkommenden Fremdenverkehr verspricht, fehlt es angesichts der sich bietenden Chancen in den lokalen Kleinst- und Kleinbetrieben an unternehmerischem Know-how und touristischer Erfahrung, um das Angebot auf internationale Standards zu heben. Es mangelt an Service- und Kundenorientierung ebenso wie an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen zur Preiskalkulation. Ebenso fehlt es an der nötigen Aufmerksamkeit für die Folgen eines möglicherweise rasant wachsenden Tourismussektors in ökologischer, kultureller wie auch sozialer Hinsicht. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die vom Tourismusverband Nicaraguas durchgeführt wurde.

Unterstützung ist angesagt, ...
... um den Kleinunternehmern auf die Beine zu helfen. Ohne deren starken Beitrag wird die lokale Bevölkerung selbst wenig vom Fremdenverkehrsumsatz profitieren und droht das Land langfristig vom internationalen Tourismus überrollt und vereinnahmt zu werden. Die nicaraguanische Entwicklungsorganisation ACODEP bietet touristisch orientierten Kleinunternehmern ein zweifaches Kursangebot – einen eintägigen Basiskurs „Kundenbetreuung“ und einen sechstägigen Vertiefungskurs „Servicequalität und Kundenzufriedenheit“ mit Einzelberatung – an. Den Teilnehmern werden grundlegende Erfolgsprinzipien bewusst gemacht, ihre Motivation gehoben. Sie werden in ihrem Unternehmergeist sowie in ihrer kulturellen Identität gestärkt und erlernen spezifisches, auf ihre Tätigkeit zugeschnittenes Know-how.

Ausbildung für 450 Unternehmer
Dass kurz nach Projektbeginn der 11. September dem internationalen Tourismus einen Rückschlag versetzte und auch das Interesse an den Kursen vorübergehend bremste, war nicht abzusehen gewesen. Dennoch konnte das für Ende 2003 gesetzte Ziel von 450 Teilnehmern mit 687 erreichten Kleinunternehmern oder deren Angestellten, mehrheitlich Frauen, letztlich übertroffen werden. Das, obwohl der 50-Stunden-Kurs „Servicequalität und Kundenzufriedenheit“ mit nur 100 Teilnehmern nicht die gewünschte Teilnehmerzahl (180) erreichte. Umso größer war die Nachfrage nach dem 8-Stunden-Kurs „Kundenbetreuung“ (384 Teilnehmer statt geplante 270). Dazu entwickelte ACODEP ein zusätzliches Ausbildungsmodul, den 16-Stunden-Kurs „Organisation von Veranstaltungen“, der 203 im Tourismusbereich Beschäftigte anzog. Insgesamt wurden 41 Kurse durchgeführt. Für alle 100 Teilnehmer am 50-Stundenkurs wurde eine individuelle Business-Analyse durchgeführt.

Externe Evaluierung attestiert Projekterfolg
Eine Tourismusberaterin wurde von ICEP beauftragt, die Evaluierung des Projekts vorzunehmen. In ihrem Bericht streicht sie Folgendes hervor: Das Besondere an diesen Kursen ist fürs erste, dass es etwas Ähnliches, nämlich etwas Exklusives für Kleinunternehmen im Tourismusbereich noch nie zuvor gab. Gleichzeitig ist die Fortbildung für Fremdenverkehrsbetriebe aber deshalb so wichtig, weil der Tourismus einer der Hauptdevisenbringer der nicaraguanischen Volkswirtschaft ist. Das Projekt hat sehr viele positive Impulse gesetzt, nicht zuletzt Beschäftigungsimpulse: Im Durchschnitt wurden pro Unternehmen neben ein und zwei zusätzlichen festen bis zu fünf temporären Angestellten beschäftigt. Zusätzlich führten die Kurse zu einer derart massiven Steigerung im Baugewerbe, dass die Errichtung eines Bauarbeiter-Ausbildungszentrums überlegt wird! Die Begünstigten sind sich über den Nutzen der Ausbildung im Klaren. Rückblickend empfinden sie, dass sich die Ausbildung auch dann gelohnt hätte, wenn sie statt 20 Prozent bis zu 35 Prozent der Kosten des Kurses zu tragen gehabt hätten. Aus der durchgeführten Kundenbefragung geht hervor, dass fast 90 Prozent der Gäste mit der Betreuung in den Restaurants, 100 Prozent mit der Betreuung in den Hotels zufrieden waren. Das Projekt wird als effektiver Beitrag zur Armutsbekämpfung in Nicaragua gewertet, vor allem auch deswegen, weil KMUs ihre Mitarbeiter meist auf dem Land oder in armen Stadtvierteln suchen. Nicht zuletzt bewirkte das Projekt, dass einige Tourismusunternehmen, die bereits am Rande einer finanziellen Krise standen, ihre Engpässe überwinden und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten überstehen konnten.

© ICEP 2004

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ICEP-Projekt Nr. 9: Ausbildung für Tourismusunternehmer. Damit lokale Unternehmer vom wachsenden Tourismus profitieren können, müssen sie lernen, unternehmerische Initiative zu entwickeln und unter Beibehaltung ihrer Authentizität ihren Kunden Qualität zu bieten.


„Ausbildung für kleine Tourismusunternehmer in der Seenlandschaft “

Juli 2001 bis Juni 2003
Projektbudget (in EUR) 248.900,-

Projektplanung, -bewerbung 18.600,-
Unterrichtsmaterial 37.200,-
Personal, Externe Trainer 155.200,-
Projektbegleitung ACODEP 9.500,-
Evaluation, Vorsorge 14.300,-
Verwaltung ICEP 6 % 14.100,-

ICEP: 62.200 EUR
BMaA: 186.700 EUR

Gefördert durch die


450 Unternehmer und leitende Angestell-te nahmen an einem Ausbildungskurs teil.


ACODEP (Asociación de Consultores para el Desarrollo de la Pequeña, Mediana y Microempresa) wurde 1989 von Privatpersonen aus Nicaragua als unabhängige Entwicklungsorganisation ohne Gewinnziel gegründet.

Heute verfügt ACODEP über mehr als hundert Mitarbeiter und bietet über Mikrokredit- und Ausbildungsprogramme tausenden lokalen Kleinunternehmern Entwicklungschancen. Sein Hauptsitz ist in Managua, es ist in allen größeren Städten Nicaraguas und zunehmend auch in ländlichen Gegenden tätig. Im Jahre 1995 hat ACODEP die Bereiche Ausbildung und Kreditvergabe getrennt und das Ausbildungsprogramm unter der Bezeichnung PRODEM (Promoción y Desarrollo Empresarial) als eigene organisatorische Einheit unter die Leitung von Rossana Ostrovsky gestellt.

PRODEM konnte bei der eigenen organisatorischen Entwicklung sehr stark auf die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ zählen.