Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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Las Gravileas: Maya-Frauen erhalten Ausbildung in den Dörfern

ICEP hat das „Ausbildungszentrum für die Handwerkerin" Las Gravileas bereits einmal unterstützt: Damals wurde ein Keramikatelier errichtet und die Vermarktung der in Las Gravileas erzeugten Produkte vehement angekurbelt. Dadurch konnte das Einkommen jener Frauen, die in Las Gravileas Textilien, Keramik und Nahrungsmittel herstellen, entscheidend verbessert werden. Die Frauen betrachten es als eine Ehre, nach Las Gravileas, das in Sta. Catarina Bobadilla, einem Dorf an der Stadtgrenze von Antigua, zu kommen und nehmen dafür auch mehrere Gehstunden in Kauf. Trotzdem bleibt Las Gravileas für viele Interessierte unerreichbar. Daher hat Las Gravileas begonnen, in verschiedene Dörfer zu fahren und dort Kurse anzubieten. Diese Linie soll mit Hilfe von ICEP weiter ausgebaut werden.

Konkrete Projektziele
- Bei Projektende besteht eine Fortbildungskapazität für jährlich 180 Frauen in verschiedenen Gemeinden des zentralen Hochlands von Guatemala
- Von den 180 Frauen schließen jährlich 160 die Ausbildung ab. Innerhalb von drei Monaten beginnen 130 – allein oder in einer Gruppe – ein Kleinunternehmen. Nach einem Jahr hat sich ihr Einkommen verdoppelt, Neueinsteigerinnen verdienen umgerechnet 70 € monatlich.
- Die Kosten für Ausbildner und Ausbildungsmaterial werden nach Projektabschluss durch eigene Einnahmen zur Gänze gedeckt.

Mayafrauen lernen in ihren Dörfern, ihr Einkommen zu verbessern
Las Gravileas ist ein Berufsbildungszentrum für die Frau, das seit Jahren besteht. Im letzten Jahr wurde begonnen, in weiter entfernten Gemeinden externe Ausbildungskurse anzubielten: in San Miguel Dueñas und in San Mateo Milpas Altas. Die Kurse, die in von der Gemeinde oder Pfarre zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten abgehalten wurden, waren gut besucht. Es zeigt sich, dass nach einem Jahr der örtliche Ausbildungsbedarf für einen konkreten Erwerbszweig gedeckt und es daher überaus sinnvoll ist, das Ausbildungsangebot in andere Gemeinden zu verlagern.

Vielseitiges Ausbildungsangebot
Im Zuge des Projekts richtet Las Gravileas zwei mobile Ausbildungsprogramme ein, die jeweils ein Jahr lang in einer Gemeinde verbleiben und jeweils sechs Kurse anbietet: drei für Schneiderei und drei für Nahrungsmittelproduktion. An den einzelnen Kursen können bis zu 15 Frauen teilnehmen. Damit ergibt sich eine Teilnehmerinnenzahl von 90 Frauen pro Gemeinde. Die Kurse werden jeweils in zwei Stunden pro Woche abgehalten. Zusätzlich zu den praktischen Kursen erhalten die Teilnehmerinnen halbstündige Kurse zu betriebswirtschaftlichen Themen. Ein Zusatzangebot besteht in Alphabetisierungskursen, in Vorträgen zu Ernährung, Hygiene, Umweltschutz und Familienpädagogik.

Vorarbeit durch Promotorinnen
Die Auswahl der Zielgemeinden erfolgt nach Kriterien der Infrastruktur, sozioökonomischer Umstände, sozialer Struktur und Interesse. Dieses haben bereits neun Gemeinden bekundet. Die Lokalitäten sollen im Prinzip von den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Die Bewerbung der Kurse wird über so genannte Promotorinnen erfolgen, die selbst der lokalen Bevölkerung angehören und für jeweils ein Jahr angestellt werden. Zu ihren Aufgaben gehört, den Kontakt zwischen den Gemeinden und Las Gravileas zu halten, vor allem auch zur Vermarktung der Produkte, sofern die Begünstigten das wünschen – und das ist zumeist der Fall. Aufnahmegespräche mit den Frauen stellen die Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit des Kurses und die Festlegung des monatlichen Kursbeitrags dar.

Nachbereitung und Evaluierung
Die Frauen haben die Möglichkeit, während des Kursjahres und außerhalb der Kursstunden die Geräte zu verwenden, die Las Gravileas aufgestellt hat. Damit können sie Praxis gewinnen, bereits produktiv tätig werden und die notwendigen Mittel für die Anschaffung eigener Geräte verdienen. Die Nutzung geschieht in Solidaritätsgruppen und erfolgt nach einem Reglement, das den Frauen dazu dient, wirtschaftlich zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Im ersten Jahr werden die Frauen beim Aufbau einer eigenständigen Produktion beratend unterstützt.

© ICEP 2004

Das Projektbudget
in € für Jänner 2004 bis Dez. 2005
Ausbildungsmaterial 4.142
Werkzeug, Geräte 26.203
Fahrzeug 12.381
Personal 49.704
Miete für Ausbildungsstätten 4.322
Büroequipment 5.763
Betriebskosten Fahrzeug 2.160
Externe Evaluierung 3.377
Vorsorge (Inflation, etc.) 5.403
Projektbegleitung ICEP 11.345

Projektkosten 124.800

Das BMaA übernimmt 75 Prozent der Projektkosten (93.600 €). ICEP trägt mit 31.200 € aus Spendengeldern zum Gelingen des Projekts bei.

Gefördert durch die



Das Projektgebiet
Der Bezirk Sacatepéquez liegt auf einer Hochebene im zentralen Hochland Guatemalas. Die Hauptstadt des Bezirks ist Antigua. In den umliegenden Gemeinden leben in armen oder ärms-ten Verhältnissen vor allem Indigenas, die über eine höchstens rudimentäre Schulbildung verfügen.


Der Projektpartner
ACOE (Asociación para la Cooperación Educativa) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1976 nach einem großen Erdbeben auf Privatinitiative entstand. Dabei fanden sich Studentinnen und junge Akademikerinnen zusammen, um sich für den Wiederaufbau ihres Landes zu engagieren.
Heute ist ACOE eine etablierte und international vernetzte Organisation. ACOE errichtet und leitet Schulen, Berufsbildungszentren und Heime und bietet im Rahmen seiner Bildungsinitiativen auch medizinische Betreuung an.