Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

>>44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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Chance für Jugendliche in den Eastlands von Nairobi

In den Eastlands, einem Slumgebiet vor Nairobi, fehlt es an fast allem. Nach eingehenden Beratungsgesprächen und Vorort-Studien startet ICEP mit dem Strathmore Educational Trust eine Initiative, die bereits innerhalb von zweieinhalb Jahren mehr als 800 Jugendliche nachhaltig zugute kommt. Es wird ein Gebäude gemietet und adaptiert, das zweifach genutzt und dadurch ausgelastet wird: als Fortbildungs- und als Betreuungsstätte. Vormittags werden hier Jugendliche, die die Schule bereits verlassen haben und im informellen Sektor erwerbstätig sind, Schulungen erhalten, in denen sie sich unternehmerisches Basiswissen aneignen. Nachmittags finden Schüler hier einen Ort, um in Ruhe und mit Unterstützung durch fachkundiges Personal zu lernen. Zusätzlich bietet die Stätte den Jugendlichen Freizeitprogramme und einen moralischen Rückhalt. Die Eltern werden weitestgehend eingebunden.

Konkrete Projektziele
- Bereich jugendliche Kleinstunternehmer: Es besteht eine jährliche Fortbildungskapazität für 300 jugendliche Kleinstunternehmer im informellen Sektor.
- Bereich Schüler: Es werden kontinuierlich 50 Schüler in ihrem Schulfortgang unterstützt.
- Die Kosten für Ausbildner und Trainingsmaterialien werden nach Projektabschluss durch Teilnahmegebühren der Begünstigten zumindest zu zwei Dritteln gedeckt.

Strathmore: Rückhalt und Ausbildung für 850 Jugendliche
Extreme Armut, hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Schulbildung, fehlende Berufsausbildung: einige Eckdaten, die die Eastlands charakterisieren. 60 Prozent der Haushalte haben keinen Stromanschluss. Die dürftigen Wohnverhältnisse, die Einkommenssituation und das AIDS-Problem sind wenig geeignet, eine geordnete Lebensführung zu fördern. Als eine Folge davonverlassen 50 Prozent der Kinder die 8-jährige Primary School vorzeitig. Bei den wenigen, die in die vierjährige Secondary School aufgenommen werden, liegt die Ausfallsquote immer noch bei 22 Prozent. Jugendliche, die nicht mehr in die Schule gehen, werden im Allgemeinen im informellen Sektor tätig, in „Ein-Personen-Unternehmen", die die Existenzgrundlage für 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung Kenias ausmachen.

Einsatzteam mit Vorbildwirkung
Das neue Bildungs- und Betreuungszentrum, das Strathmore in den Eastlands eröffnet, wird der Zukunft vieler Jugendlicher eine entscheidende Wende geben. Der Leiter findet nicht nur guten Zugang zu den Jugendlichen, sondern hat auch Einblick in ihre Situation, da er selbst aus armen Verhältnissen stammt. Die übrigen Mitarbeiter sind zum einen Studenten der Strathmore University, die ihre Freizeit oder Ferien zur Verfügung stellen, und Professoren, die einschlägige Materien unterrichten. Sowohl Studenten wie Professoren werden von der Projektleitung für ihren Einsatz vorbereitet.

Schüler im kritischen Alter
Das schulergänzende Betreuungsangebot ist für Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren konzipiert. Mit der Entrichtung eines symbolischen Beitrags können sie alle Angebote nützen: Lernplatz und -betreuung, Bibliothek, Freizeitangebote. Jeder Jugendliche erhält einen Coach, der seine Fortschritte überwacht und ihn persönlich betreut. Ziel ist, dass regelmäßig 50 Schüler das Angebot nützen, nicht mehr als 10 Prozent von ihnen die Schule aufgeben und 90 Prozent in die Secondary School aufgenommen werden.

Jugendliche aus dem informellen Sektor
Jugendliche, die am informellen Sektor tätig und bereit sind, einen Kursbeitrag von umgerechnet 19 € zu leisten – Stipendien sind vorgesehen –, können an Kursen teilnehmen, die jeweils einen Monat dauern und an den Vormittagen stattfinden. Die Teilnehmerzahl wird mit 25 gedeckelt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Teilnehmer oft über erstaunliche handwerkliche Fertigkeiten verfügen. Die unternehmerische Ausbildung wird ihnen helfen, größeren Nutzen daraus zu ziehen und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist, dass jährlich 300 Jugendliche an einem Kurs teilnehmen, 100 Prozent von ihnen aus ihrem höheren Geschäftsgewinn die Kursgebühr bezahlen, 50 Prozent deutlich besser verdienen, 15 Prozent eine feste Stelle im formalen Sektor finden, 10 Prozent innerhalb von sechs Monaten jemanden einstellen und 20 Prozent sich innerhalb eines Jahres für einen Mikrokredit qualifizieren.

© ICEP 2004

Das Projektbudget
in € für Jänner 2004 bis Dez. 2005

Bibliothek 4.653
Computer, Projektor 6.112
Unterrichtsmaterial 6.167
Mobiliar, Büroausstattung 6.916
Umbauarbeiten 3.722
Fahrzeug 14.444
Personal 24.573
Betriebskosten 27.533
Vorsorge (Inflation, etc.) 4.706
Projektbegleitung ICEP 9.883

Projektkosten 108.709

Das BMaA übernimmt 75 Prozent der Projektkosten (81.532 €). ICEP trägt mit 27.177 € zum Gelingen des Projekts bei. Diese werden zur Gänze vom OPEC Fonds for Development übernommen.

Gefördert durch die



Das Projektgebiet
Die Eastlands sind ein Slumbezirk an der Ostseite Nairobis. Die dort lebende Bevölkerung besteht zu einem hohen Anteil aus Zuwanderern aus dem ländlichen Bereich. In den Eastlands leben die Menschen in einer Dichte von 80.000 pro Quadratkilometer in Hütten aus Holz, Lehm, Karton oder Wellblech.


Der Projektpartner
Der Strathmore Educational Trust wurde 1959 als Public Charitable Trust gegründet. Ziel der Organisation ist, zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Kenias beizutragen. Dies gelingt ihr über allgemein menschliche, akademische und berufliche Bildungsangebote. Strathmores Ansehen beruht auf der Initiierung und Unterstützung von weithin bekannten Bildungseinrichtungen: Strathmore College, Strathmore School, Strahmore Primary School, Strathmore University. Diese stehen über Stipendien auch ärmsten Kindern und Jugendlichen offen.