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ICEP-Projekt 22
Kasachstan: Empowerment
für Frauen in und um Almaty
Kasachstans post-kommunistische
Entwicklung wird durch die vielschichtige Benachteiligung
der Frau und die Einschränkung ihrer Rechte stark
gebremst. Die kasachischen Frauen haben ihre Rolle
noch nicht gefunden. Die Kazakhstan Foundation for
Cultural, Social and Educational Development KFCSED
fördert Frauen, damit sie eine selbstbewusste
Rolle in der Gesellschaft einnehmen können, um
diese, ausgehend von der eigenen Familie, positiv
zu gestalten. Nach einem „Training for Trainers“
wenden sich Multiplikatorinnen an Frauen im Umkreis
von Almaty, um sie zu einer aktiven Gestaltung ihres
Lebenskreises zu befähigen und zu ermutigen.
Unterstützend wird eine mediale Plattform in
Form eines Magazins aufgebaut.

Konkrete Projektziele
Festigung
und Stärkung der organisatorischen Struktur KFCSEDs
durch insgesamt vier Weiterbildungskurse für
das Leitungsgremium und den Aufbau eines Netzwerks
mit lokalen NGOs.
Zwei
Ausbildungszyklen für insgesamt 40 Multiplikatorinnen
als ein „Training of Trainers“.
Die
Multiplikatorinnen geben die Inhalte an insgesamt
1.200 Frauen in Gemeinden rund um Almaty weiter.
Aufbau
einer medialen Plattform in Form eines halbjährlich
erscheinenden Magazins für 1.500 Interessierte.
Finanzielle Absicherung des Mediums bis Projektende.
Empowerment: Befähigung
von Frauen durch Frauen
Obwohl Frauenrechte in der kasachischen Verfassung
verankert sind, werden Frauen gesellschaftlich stark
benachteiligt und in ihren Rechten beschränkt,
was die Entwicklung des Landes insgesamt deutlich
bremst. Das Rollenbild der Frau in der heutigen kasachischen
Gesellschaft definiert sich zwischen dem egalitären
Postulat der Sowjet-Diktatur und der islamischen Tradition
der Unterordnung, vor allem im Süden des Landes.
Der Zusammenbruch des kommunistischen Sozialsystems
und Arbeitslosigkeit treffen Frauen überproportional
und verdrängen sie aus dem öffentlichen
Leben.

Stärkung der
Organisation, ...
Die Kazakhstan Foundation for Cultural, Social
and Educational Development KFCSED fördert seit
vier Jahren aktiv Frauen im Süden des Landes,
vor allem in und um Almaty. Zentrales Ziel der Arbeit
ist, Frauen zu befähigen, ihre politische, soziale
und persönliche Situation zu verbessern und eine
stärkere und selbstbewusste Rolle in der Gesellschaft
einzunehmen. Diese soll auch dem Aufbau gesunder Familienstrukturen
dienen. Mit Hilfe von ICEP soll KFCSED nun eigene
Kapazitäten aufbauen und den Radius der Aktivitäten
ausweiten. KFCSED kann von den Erfahrungen, die ICEP
beim Aufbau und der Stärkung von Frauennetzwerken
in Zentralamerika und Ostafrika gewonnen hat, besonders
profitieren.
... Verbreitung
von Leadership ...
In einem ersten Schritt werden Multiplikatorinnen
in je drei einwöchigen Intensivkursen zu den
Themen „Leadership", „Engagement
in der Demokratie" und „die Rolle der Frau
in der Gesellschaft" ausgebildet. Begleitend
zu den Kursen diskutieren die Multiplikatorinnen am
runden Tisch mit Spezialisten für Menschenrechte
und Armutsbekämpfung. Im nächsten Schritt
sollen die insgesamt 40 Multiplikatorinnen die Inhalte
in ausgewählten Zielgemeinden an jeweils 30 Frauen
weitergeben. Insgesamt sollen dadurch mindestens 1.200
Frauen erreicht werden. 90 Prozent der Multiplikatorinnen
setzen ihr Engagement auch im Jahr nach dem Training
fort.
... und Aufbau
eines Frauennetzwerks
Durch das Projekt wird ein Netzwerk zwischen
KFCSED, den Multiplikatorinnen und den begünstigen
Frauen entstehen, das auf gegenseitiger Unterstützung
beruht und diese fördert. Zusätzlich wird
KFCSED eine periodische Publikation herausgeben, die
das Frauen-Netzwerk insgesamt stärken und Impulsgeber
für Frauen-Empowerment sein wird. Das Magazin
soll eine Plattform darstellen, um das Interesse eines
größeren Teils der Bevölkerung zu
wecken. Eine nachhaltige, d. h. über das Projektende
hinaus gehende, Finanzierung der medialen Plattform
steht ebenfalls im Fokus des begleiteten Projekts.
© ICEP 2005
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