Entwicklungsprojekte

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ICEP Projektarbeit
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 Berufliche Ausbildung

38 MOJE - El Salvador: Berufsausbildung im Tourismussektor

40 FUNDAP - Guatemala: Tourismus- Ausbildung durch mobile Trainingszentren

52 MASP - Kasachstan:
Berufsausbildung und Jobvermittlung für Jugendliche

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 Förderung von Kleinunternehmern

47 ERAYIM - Kirgistan:
Unternehmertraining und Kredite für Selbsthilfegruppen

50 CED – Kamerun:
Businesstrainings für Kleinunternehmer

67 ISBI – Kenia:
Valartis Bank unterstützt Mikrounternehmer in Nairobi

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Empowerment von Frauen

53 Ostafrika & Zentralamerika:
WorldWideWomen – Bessere Zukunftschancen für Frauen

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Ländliche Entwicklung

32 FUNDAP - Guatemala: Bessere Bildung - längerer Schulbesuch

44 LEWA - Kenia:
Nachhaltige Einkommensquellen für ländliche Gemeinden

45 CENADE - Nicaragua:
Unternehmerische Ausbildung für Kleinbauern und Kooperativen

49 MOC – Brasilien:
Strukturelle Verbesserung der Schulbildung in ländlichen Regionen

51 FUNDAP - Guatemala:
Landwirtschaftliche Ausbildung und Business-Trainings

56 FABRETTO – Nicaragua:
OMV VIVA unterstützt Schulbildung in ländlichen Regionen

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abgeschlossene Projekte

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Mikroprojekte

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ICEP-Projekt 41

Guatemala: Ökonomische und ökologische Regenerierung in Hurrikanregionen

Kleinbauern im westlichen Hochland Guatemalas leiden nach wie vor unter den Verwüstungen des Hurrikans Stan im Jahr 2005. Im Rahmen des Projekts werden 500 betroffene Familien in der Region San Marcos in nachhaltiger Landwirtschaft, Wasserschutz und Wiederaufforstung ausgebildet. Dadurch kann sowohl die Einkommenssituation der Menschen verbessert, als auch ein langfristiger Schutz vor Naturkatastrophen erreicht werden.

Der Hurrikan Stan im Oktober 2005 richtete beträchtlichen Schaden in Guatemala an. Besonders betroffen war das Hochland, wo es zu verheerenden Erdrutschen und Überschwemmungen kam und Infrastruktur sowie Ernte vieler Bauern zerstört wurden. Zu den Gründen für die schweren Schäden zählt unter anderem die Tatsache, dass der durch falsche Bewirtschaftung beeinträchtigte Boden den starken Unwettern nicht standhalten konnte. Infolge von fehlendem landwirtschaftstechnischen Know-how werden die Böden nicht richtig genutzt und dadurch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Viele Kleinbauern befinden sich daher nach dem Hurrikan in einer besonders schwierigen ökonomischen Situation: Sie sind nicht in der Lage, die verursachten Schäden zu reparieren und können dadurch ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen.

In Kooperation mit ICEP implementiert die guatemaltekische NGO FUNDAP im Bezirk San Marcos im westlichen Hochland Guatemalas ein Programm für landwirtschaftliche Entwicklung. Dadurch soll das Einkommens- und Gesundheitsniveau von 500 Familien in 14 vom Hurrikan betroffenen ländlichen Gemeinden verbessert werden. Sämtliche Projektgemeinden liegen in hydrografischen Becken – das sind Einzugsgebiete von Flüssen, die von Unwettern und Über-
flutungen besonders betroffen sind. Durch die Verbesserung der Produktionsprozesse, die Sicherung der Wasserversorgung und eine Schonung der natürlichen Ressourcen wird die Verwundbarkeit der Gemeinden bei Naturkatastrophen langfristig gesenkt.



Im Rahmen des Projekts erhalten die Kleinbauernfamilien eine landwirtschaftliche Ausbildung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf umwelttechnische Aspekte gelegt wird, um so einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu erzielen. In Schulungen lernen die Bauern, wodurch sie einzelne Prozesse wie Düngung oder Ernte, Wiederaufforstung oder Brennholznutzung optimieren können. Anhand von Vorzeige-Anbauflächen wird die Anwendung verschiedener Techniken praxisnahe demonstriert. Durch effizientere Arbeitsmethoden und eine Diversifizierung beim Anbau der Produkte können die Bauern ihre Produktivität steigern und so ihr Familien-einkommen erhöhen. Gleichzeitig wird dadurch der Böden geschont und weiteren Erosionen vorgebeugt. Darüber hinaus erhalten die Begünstigten technische Unterstützung bei der Umsetzung des Erlernten.



Konkrete Projektziele
Durch Wiederaufforstung werden abermalige Erdrutsche verhindert.
Durch den Aufbau bzw. die Instandsetzung von mindestens drei Trinkwasser- und zwei Bewässerungsanlagen werden die Gemeinden der 8 hydrografischen Becken wieder mit Trink- und Nutzwasser versorgt.
70 % der Bauern werden Methoden zum Schutz von Boden und Forstwirtschaft anwenden.
50 % der Familien werden mind. mit drei umweltfreundlichen Methoden arbeiten.
50 % der Frauen werden zwei nachhaltige Methoden der Viehzucht anwenden.
Bau von 250 energiesparenden Öfen, um der Abholzung entgegen zu wirken

© ICEP 2007

Projektzeitraum
Jänner 2007 – Dezember 2008

Projektkosten
€ 618.912,-

Projektfinanzierung
Europäische Kommission: € 500.000,-
ICEP und FUNDAP: € 118.912,-


Projektgebiet
Das Projekt wird im Bezirk San Marcos im westlichen Hochland Guatemalas durchgeführt. Mit mehr als 80% liegt der Anteil der Armen in der Bevölkerung über dem nationalen Durchschnitt. So verfügen nur ca. zwei Drittel der Haushalte über sanitäre Anlagen und einen Zugang zu Leitungswasser. Das Haupteinkommen in der Region wird durch landwirtschaftliche Produktion erzielt.


Projektpartner
Die Nicht-Regierungs-Organisation FUNDAP wurde 1981 mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des westlichen Hochlands von Guatemala zu leisten. Die Konzepte des langjährigen Projektpartners von ICEP richten sich nach dem Grundsatz „Entwicklung mit Würde“ und haben bei der einheimischen Bevölkerung ein sehr hohes Ansehen. Das Programm für ländliche Entwicklung (Fomagro), das einen der Schwerpunkte der Organisation bildet, ist im Projektgebiet bereits seit 15 Jahren aktiv.