ICEP-Projekt
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Guatemala: Ökonomische
und ökologische Regenerierung in Hurrikanregionen
Kleinbauern im
westlichen Hochland Guatemalas leiden nach wie vor
unter den Verwüstungen des Hurrikans Stan im
Jahr 2005. Im Rahmen des Projekts werden 500 betroffene
Familien in der Region San Marcos in nachhaltiger
Landwirtschaft, Wasserschutz und Wiederaufforstung
ausgebildet. Dadurch kann sowohl die Einkommenssituation
der Menschen verbessert, als auch ein langfristiger
Schutz vor Naturkatastrophen erreicht werden.
Der Hurrikan Stan im Oktober
2005 richtete beträchtlichen Schaden in Guatemala
an. Besonders betroffen war das Hochland, wo es zu
verheerenden Erdrutschen und Überschwemmungen
kam und Infrastruktur sowie Ernte vieler Bauern zerstört
wurden. Zu den Gründen für die schweren
Schäden zählt unter anderem die Tatsache,
dass der durch falsche Bewirtschaftung beeinträchtigte
Boden den starken Unwettern nicht standhalten konnte.
Infolge von fehlendem landwirtschaftstechnischen Know-how
werden die Böden nicht richtig genutzt und dadurch
schwer in Mitleidenschaft gezogen. Viele Kleinbauern
befinden sich daher nach dem Hurrikan in einer besonders
schwierigen ökonomischen Situation: Sie sind
nicht in der Lage, die verursachten Schäden zu
reparieren und können dadurch ihre Arbeit nicht
wieder aufnehmen.
In Kooperation mit ICEP implementiert die guatemaltekische
NGO FUNDAP im Bezirk San Marcos im westlichen Hochland
Guatemalas ein Programm für landwirtschaftliche
Entwicklung. Dadurch soll das Einkommens- und Gesundheitsniveau
von 500 Familien in 14 vom Hurrikan betroffenen ländlichen
Gemeinden verbessert werden. Sämtliche Projektgemeinden
liegen in hydrografischen Becken – das sind
Einzugsgebiete von Flüssen, die von Unwettern
und Über-
flutungen besonders betroffen sind. Durch die Verbesserung
der Produktionsprozesse, die Sicherung der Wasserversorgung
und eine Schonung der natürlichen Ressourcen
wird die Verwundbarkeit der Gemeinden bei Naturkatastrophen
langfristig gesenkt.

Im Rahmen des Projekts erhalten die Kleinbauernfamilien
eine landwirtschaftliche Ausbildung, wobei ein besonderer
Schwerpunkt auf umwelttechnische Aspekte gelegt wird,
um so einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen
Ressourcen zu erzielen. In Schulungen lernen die Bauern,
wodurch sie einzelne Prozesse wie Düngung oder
Ernte, Wiederaufforstung oder Brennholznutzung optimieren
können. Anhand von Vorzeige-Anbauflächen
wird die Anwendung verschiedener Techniken praxisnahe
demonstriert. Durch effizientere Arbeitsmethoden und
eine Diversifizierung beim Anbau der Produkte können
die Bauern ihre Produktivität steigern und so
ihr Familien-einkommen erhöhen. Gleichzeitig
wird dadurch der Böden geschont und weiteren
Erosionen vorgebeugt. Darüber hinaus erhalten
die Begünstigten technische Unterstützung
bei der Umsetzung des Erlernten.

Konkrete Projektziele
Durch Wiederaufforstung
werden abermalige Erdrutsche verhindert.
Durch den Aufbau bzw.
die Instandsetzung von mindestens drei Trinkwasser-
und zwei Bewässerungsanlagen werden die Gemeinden
der 8 hydrografischen Becken wieder mit Trink- und
Nutzwasser versorgt.
70 % der Bauern werden
Methoden zum Schutz von Boden und Forstwirtschaft
anwenden.
50 % der Familien werden
mind. mit drei umweltfreundlichen Methoden arbeiten.
50 % der Frauen werden
zwei nachhaltige Methoden der Viehzucht anwenden.
Bau von 250 energiesparenden
Öfen, um der Abholzung entgegen zu wirken
© ICEP 2007
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