Initiativen in Europa

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ICEP Bildungsarbeit
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corporAID Initiative
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CSR Global (2006-2008)
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Abgeschlossene Bildungsprojekte

Mitteleuropa-Netzwerk

Im Sommer 2004 wurden zehn mittel- und osteuropäische Staaten neue Mitglieder der Europäischen Union. Schon seit einiger Zeit arbeitete Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner am Aufbau einer so genannten regionalen Partnerschaft mit unseren unmittelbaren Nachbarn. Die österreichische Außenpolitik sieht gerade in der engen Kooperation Österreichs mit den angrenzenden neuen EU-Mitgliedern Chancen, im Rahmen der verschiedenen Gremien der Europäischen Union gemeinsame Standpunkte einzunehmen und so auch gemeinsamen Interessen ein stärkeres Gewicht zu geben.

Gemeinsame EU-Entwicklungspolitik
Die neuen Mitgliedstaaten werden die Entwicklungspolitik der EU übernehmen. So plant zum Beispiel die Tschechische Republik ihr nationales EZA-Budget schon heute nach EU-Richtlinien. Dazu kommt, dass seit Sommer 2004 auch für mittelosteuropäische NGOs Kofinanzierungsmittel aus Brüssel für Projekte in Entwicklungsländern zugänglich sind.

Mitteleuropäisches Netzwerk
Rechtzeitig vor dem EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Staaten begann ICEP mit dem Aufbau eines mitteleuropäischen Entwicklungsarbeits-Netzwerkes. Gemeinsam mit seinen Partnern „Sila Rozvoja“ (Bratislava) „ARS– Asociace pro rozvojovou spolupráci“ (Praha) und „Híd a 3. világért“ (Budapest) leitete ICEP eine weit reichende Zusammenarbeit in drei Bereichen ein: Capacity Building, Bildungsarbeit, Fundraising.

Know-how-Transfer
Gerade in den mittelosteuropäischen Staaten sind Entwicklungshilfe-NGOs etwas Neues. Die Partner können daher von ICEPs Erfahrung profitieren. Gemeinsam veranstaltete Seminare dienen dem Austausch von Information und helfen im Umgang mit EU-Behörden und bei der Optimierung des Fundraisings. Darüber hinaus wird ICEP den Blick der Partner auf Lateinamerika, Afrika und Asien richten und sie bei der konkreten Projektarbeit unterstützen.

Staatenübergreifende Bildungsarbeit
Eine unserer Zielgruppen im Bereich der EZA-Bildungsarbeit sind junge Menschen in Ausbildung. Die Erweiterung der EU wird vielen Schülern und Studenten neue Perspektiven eröffnen, die Mobilität im Bereich der Ausbildung wird steigen. ICEP und seine Partner können hier Länder übergreifende Projekte speziell für junge Menschen auf einer mitteleuropäischen Ebene durchführen, und zwar authentisch, da unser Netzwerk tatsächlich überall vor Ort präsent ist.

Ein dynamischer Wachstumsraum
Die Mittel- und Osteuropäischen Staaten sind Österreichs zweitwichtigster Handelspartner, viele österreichische Unternehmen sind in diesen Staaten tätig. Gleichzeitig haben auch zahlreiche Konzerne Produktionsstätten und Niederlassungen in der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Im „Westen“ sind Unternehmen heute schon wichtige Partner und Financiers der Anliegen der Entwicklungs- Zusammenarbeit. Unternehmen denken und handeln aber in größeren Zusammenhängen. Ihnen kann ICEP in Zukunft Sponsoring-Konzepte anbieten, die in vier Ländern von involvierten mitteleuropäischen Partnern promotet und umgesetzt werden.

Zugunsten globaler Entwicklung
ICEP hatte ab 2003 die Möglichkeit, sein bewährtes Konzept der Zusammenarbeit mit starken Partnern nicht nur mit Projekten im Süden, sondern auch im Bereich Sensibilisierung und Fundraising im „erweiterten Heimmarkt“ umzusetzen. Davon profitiert ICEP, da seine Strukturen gestärkt werden, davon profitieren freilich in einem noch größeren Ausmaß ICEPs Partner. Es zeigt sich, dass politische Entwicklungen wie der europäische Einigungsprozess auch für eine „kleine und feine“ Organisation eine Fülle an neuen Chancen birgt, die konkret umzusetzen ICEP im Begriff ist.

© ICEP – 2005

Erste Benefizveranstaltung in Bratislava

Der Schritt hinaus in die Öffentlichkeit verlangt Mut und Vorbereitung. Dieser Schritt ist Sila Rozvoja bereits gelungen. An der schönsten Stelle Bratislavas, auf der Burg, spielte die mexikanische Pianistin Leticia Gómez-Tagle an einem strahlenden 24. Mai 2003 zugunsten des ersten Entwicklungs- Projektes von Sila Rozvoja, einem Jugend- Ausbildungsprojekt in Kenia. Dr. Martin Bolldorf, österreichischer Botschafter in Bratislava, gratulierte einleitend zur Entstehung von Sila Rozvoja, Silvia Sulciová stellte als Präsidentin die Ziele des Instituts vor, Ján Figel, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des slowakischen Parlaments und Chefverhandler mit der EU, sprach über die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Entwicklungs-Zusammenarbeit, die sich ab 2004 durch den EU-Beitritt für die Slowakei ergeben werden, und freute sich über die gelungene Initiative von Sila Rozvoja.