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Informationsbüro
Wirtschaft & Entwicklung
ICEP setzt sich seit Jahren dafür ein,
dem Thema Wirtschaft & Entwicklung in Österreich
Relevanz zu geben, globale Entwicklung in Österreich
stärker wirtschaftsorientiert zu denken und dazu
beizutragen, dass Wirtschaft und Entwicklung zum Common
Sense bei Unternehmen und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit
wird. ICEPs coporAID Initiative hat sich in diesem
Bereich als starke Informationsplattform etabliert.
Nun hat ICEP vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit nach einer öffentlichen Ausschreibung
den Auftrag erhalten, das Informationsbüro Wirtschaft
& Entwicklung zu gründen.
Die Kooperation startet mit 1. Juli 2008 und endet
mit 31. Dezember 2009 mit Option auf eine Verlängerung
bis Ende 2010.
Im Folgenden das Statement des BMWA
zum Informationsbüro Wirtschaft & Entwicklung:
Das BMWA hat im Rahmen eines
Vergabeverfahrens, in das alle relevanten Stellen
eingebunden wurden, das Informationsbüro Wirtschaft
& Entwicklung ausgeschrieben. Die österreichische
Organisation ICEP – Wirtschaft und Entwicklung
GmbH erhielt als Bestbieter den Zuschlag. Damit zielt
das BMWA im Rahmen der Internationalisierungsoffensive
auf eine stärkere Wirtschafts-orientierung der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ab.
Das österreichische Außenwirtschaftsleitbild,
das am 24. April 2008 von BM Dr. Martin Bartenstein
und Präs. Dr. Christoph Leitl präsentiert
wurde, hat die strategische Partnerschaft zwischen
Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit
als eine seiner Zielsetzungen verankert und sieht
die verstärkte Kooperation zwischen Privatwirtschaft
und Entwicklungszusammenarbeit als ein Chance, die
zu einer Stärkung des privatwirtschaftlichen
Sektors in den Partnerländern beitragen und Unternehmen
beim Aufbau neuer Märkte helfen kann.
In der Entwicklungszusammenarbeit mehr auf die Wirtschaft
zu setzen, ist entscheidend, um in den Entwicklungsländer
die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in
denen ein lokaler privatwirtschaftlichen Sektor entstehen
und wachsen kann und dadurch wirtschaftliche und soziale
Entwicklung stattfindet. In der Folge können
im Sinne einer der zentralen Forderungen des neuen
österreichischen Außenwirtschaftsleitbildes
die Kooperation
zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit
und die
Voraussetzungen für die österreichische
Außenwirtschaft in diesem Bereich verbessert
werden.
Um die Komplementarität von Wirtschaft und Entwicklung
im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Entwicklungszusammenarbeit
stärker strategisch und wirtschaftsorientiert
zu denken und die Rahmenbedingungen für unternehmerisches
Engagement in diesem Bereich zu verbessern, wurde
die Etablierung eines Informationsbüros Wirtschaft
& Entwicklung vom BMWA Anfang des Jahres öffentlich
ausgeschrieben. ICEP wurde als der aus der Ausschreibung
hervorgegangene Bestbieter per 1. Juli 2008 mit der
Umsetzung des Projekts beauftragt.
Ziel des Informationsbüros Wirtschaft & Entwicklung
ist, ein stärker
wirtschaftliches Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit
zu erreichen. Hauptaufgabe des Büros wird es
sein, relevante Informationen im Bereich Wirtschaft
und Entwicklung zu generieren, Bereiche mit Wirtschafts-
und Entwicklungspotenzial zu identifizieren und Bewusstseinsbildung
in der österreichischen Öffentlichkeit zu
betreiben. Das neu entstandene Büro soll außerdem
internationale Best Practice-Beispiele erfolgreicher
EZA-Strategien und -Programme abbilden und so dazu
beizutragen, dass eine stärkere Internationalisierung
der österreichischen Wirtschaft auch in „Emerging
Markets" stattfinden kann. Zentrale Zielgruppe
sind daher neben Entscheidungsträgern und politischem
Umfeld vor allem Wirtschaftstreibende aus österreichischen
Unternehmen.
Inhaltlich wird die Arbeit des Informationsbüros
darin bestehen, Berichte und Analysen über die
Beteiligung der österreichischen Wirtschaft an
der globalen Entwicklung in Form von Policy Papers
zu erstellen und Diskussionsprozesse österreichischer
Institutionen zu unterstützen. Außerdem
werden jährlich zwei Fachveranstaltungen mit
österreichischen und internationalen Experten
und Praktikern zu aktuellen Themen organisiert. Gezielte
Öffentlichkeitsarbeit durch Beiträge in
Publikationen soll das Thema genauso sichtbarer machen
wie eine Stipendien-Börse an Universitäten
zur Förderung von wissenschaftlichen Arbeiten
in diesem Forschungsfeld. Am
Ende der ersten Arbeitsphase (Dezember 2009) soll
ein Jahrbuch
Österreichische Wirtschaft und Entwicklungsländer
die Tätigkeiten des
Informationsbüros zusammenfassen.
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Übersicht
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