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1996-2006: ICEP wird
10!
(ICEP Report 13,
Dezember 2005)
Vor fast zehn Jahren gründeten
fünf Freunde nach dem Motto „Nicht Reden.
Handeln!“ das Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten.
Was kann ein kleiner, unabhängiger
Verein aus Österreich zur globalen Armutsbekämpfung
beitragen? Wo es so viele Initiativen und gemeinnützige
Vereine gibt. Diese Frage bewog die Gründer von
ICEP 1996, ihren Fokus auf Ausbildung – konkreter:
Berufsausbildung – zu legen und die Arbeit in
den Entwicklungsländern darauf auszurichten,
Menschen eine Teilnahme am Wirtschaftsleben zu ermöglichen.
Einig war man sich auch darüber, dass ICEP keine
zusätzliche institutionalisierte Wohltätigkeitsveranstaltung,
sondern ein Sozial-„Unternehmen“ sein
sollte, das Solidarität mit den Armen mit wirtschaftlichen
Gesichtspunkten verbindet – und diese in gewisser
Weise auch voraussetzt. Damals wie heute beruht die
Arbeit ICEPs auf der Überzeugung, dass wirtschaftliche
Entwicklung einer der wichtigsten Faktoren der Armutsbekämpfung
ist. Und dass Ausbildung, die Investition in Köpfe,
eine würdevolle und nachhaltige Unterstützung
der Menschen dabei ist.
Erfolgsfaktoren der Projektarbeit
Die Zusammenarbeit mit lokalen Partner-NGOs ist und
bleibt ICEPs bewährte Methode bei der Projektkonzeption
und -durchführung. Diese Grass-Root-Organisationen
erleichtern die Partizipation der Bevölkerung
an den Projekten, sichern dem Projekt den nötigen
Rückhalt und sind als erste an seinem Erfolg
und an der Entwicklung ihres Landes interessiert.
Der Wissenstransfer, den ICEP durch die Arbeit mit
Partnern in verschiedenen Ländern in Gang bringt,
hilft Menschen gleichermaßen, ob in Afrika,
Zentralamerika oder Zentralasien.
Meilensteine 1998 startete ICEP mit dem guatemaltekischen
Projektpartner FUNDAP sein erstes Projekt: ein dreijähriges
Ausbildungsprogramm für Kartoffelbauern. Noch
heute wird das Know-how erfolgreich angewandt, und
laufend verbessert. Danach ging es zügig weiter:
Zusage zur Kofinanzierung des ersten Projekts in Afrika,
Ausweitung der Basis in Österreich, erste Benefizveranstaltungen,
eigenes Büro, erste bezahlte Mitarbeiter. 2002:
Kofinanzierung eines ersten Projekts durch die EU.
2003: Start der corporAID Initiative, erstes corporAID
Magazin. Anfang 2004: Rahmenvertrag mit der Austrian
Development Agency, wodurch ICEP Projekte langfristiger
planen kann. 2005: erste Kooperation mit Unternehmen
für ein Entwicklungsprojekt, Zusage einer EU-Förderung
zur Verbreitung der corporAID Initiative in Europa.
Dominoeffekt ICEP hat – im
Sinne eines nachhaltigen Beitrags zur globalen Armutsbekämpfung
– einen effizienten Weg gefunden. Auch wenn
der nachhaltige Erfolg der Entwicklungsarbeit nach
Ende der Projekte nicht abschließend in Zahlen
umlegbar ist. Denn die positiven Auswirkungen von
Ausbildung und Empowerment haben kein Ablaufdatum.
ICEPs Projekte zielen auf einen Multiplikatoreffekt:
Ihre Wirkungen reichen weit über die Projektlaufzeit
hinaus und schaffen einen Mehrwert für viele.
Die Ausbildung von Menschen und ihre Einbindung in
den Wirtschaftsprozess ist eine Basis für partizipative
wirtschaftliche und soziale Entwicklung.
Blick in die Zukunft ICEP hat sich
auch für die nächsten Jahre viel vorgenommen.
Sowohl für die Entwicklungsarbeit als auch für
die corporAID Initiative. ICEP arbeitet daran, sich
ebenso in den Entwicklungsländern wie auch in
Europa weiter zu vernetzen und das Thema der globalen
Armutsbekämpfung durch wirtschaftliche Entwicklung
weiter zu mainstreamen. ICEP möchte mithelfen,
ökonomisches Denken mit dem sozialen Auftrag
zu verbinden und eine Brücke zwischen den Industriestaaten
und Entwicklungsländern zu schlagen. Dafür
ist es notwendig, Menschen und Unternehmen in Österreich
konkrete Möglichkeiten der Beteiligung an der
globalen Armutsbekämpfung aufzuzeigen. ICEP wird
diese Möglichkeiten weiter entwickeln und anbieten.•
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