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ICEP goes East
(ICEP Report 7, Dezember
2002)
Mit der nahenden Osterweiterung der
Europäischen Union wagt auch ICEP den Sprung in den
Osten. Kooperationen mit tschechischen, slowakischen und
ungarischen NGOs sind der Beginn eines Mitteleuropa-Netzwerkes.
Im Sommer 2004 werden zehn mittel- und osteuropäische
Staaten neue Mitglieder der Europäischen Union sein.
Schon seit einiger Zeit arbeitet Außenministerin Dr.
Benita Ferrero-Waldner am Aufbau einer so genannten regionalen
Partnerschaft mit unseren unmittelbaren Nachbarn. Die österreichische
Außenpolitik sieht gerade in der engen Kooperation
Österreichs mit den angrenzenden neuen EU-Mitgliedern
Chancen, im Rahmen der verschiedenen Gremien der Europäischen
Union gemeinsame Standpunkte einzunehmen und so auch gemeinsamen
Interessen ein stärkeres Gewicht zu geben.
Gemeinsame EU-Entwicklungspolitik
Die neuen Mitgliedstaaten werden die Entwicklungspolitik
der EU übernehmen. So plant zum Beispiel die Tschechische
Republik ihr nationales EZA-Budget schon heute nach EU-Richtlinien.
Dazu kommt, dass ab Sommer 2004 auch für mittelosteuropäische
NGOs Kofinanzierungsmittel aus Brüssel für Projekte
in Entwicklungsländern zugänglich sind.
Mitteleuropäisches Netzwerk
Rechtzeitig vor dem EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen
Staaten beginnt ICEP jetzt mit dem Aufbau eines mitteleuropäischen
Entwicklungsarbeits-Netzwerkes. Gemeinsam mit seinen Partnern
„Sila Rozvoja“ (Bratislava) „ARK –
Asociace pro rozvojovou kooperaci“ (Praha) und „Híd
a 3. világért“ (Budapest) plant ICEP
eine weitreichende Zusammenarbeit in drei Bereichen: Capacity
building, Bildungsarbeit, Fundraising.
Know-How-Transfer
Gerade in den mittelosteuropäischen Staaten sind Entwicklungshilfe-NGOs
eine neue Sache. Die Partner können daher von ICEPs
Erfahrung profitieren. Gemeinsam veranstaltete Seminare
werden den Austausch von Information und Abläufen institutionalisieren,
Hilfestellungen im Umgang mit EU-Behörden geben und
nicht zuletzt das Fundraising optimieren helfen. Darüber
hinaus wird ICEP auch den Blick der Partner auf Lateinamerika
und Afrika richten und sie bei der konkreten Projektarbeit
unterstützen.
Staatenübergreifende Bildungsarbeit
Eine unsere Zielgruppen im Bereich der EZA-Bildungsarbeit
sind junge Menschen in Ausbildung. Die Erweiterung der EU
wird vielen Schülern und Studenten neue Perspektiven
eröffnen, die Mobilität im Bereich der Ausbildung
wird steigen. ICEP und seine Partner können hier länder-übergreifende
Projekte speziell für junge Menschen auf einer mitteleuropäischen
Ebene durchführen, und zwar authentisch, da unser Netzwerk
tatsächlich überall vor Ort präsent ist.
Ein dynamischer Wachstumsraum
Die Mittel- und Osteuropäischen Staaten sind Österreichs
zweitwichtigster Handelspartner, viele österreichische
Unternehmen sind in diesen Staaten tätig. Gleichzeitig
haben auch zahlreiche Konzerne Produktionsstätten und
Niederlassungen in der Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Im „Westen“ sind Unternehmen heute schon wichtige
Partner und Financiers der Anliegen der Entwicklungszusammen-arbeit.
Unternehmen denken und handeln aber in größeren
Zusammenhängen. Ihnen kann ICEP in Zukunft Sponsoring-Konzepte
anbieten, die in vier Ländern von involvierten mitteleuropäischen
Partnern promotet und umgesetzt werden.
Zugunsten globaler Entwicklung
ICEP hat ab 2003 die Möglichkeit, sein bewährtes
Konzept der Zusammenarbeit mit starken Partnern nicht nur
mit Projekten im Süden, sondern auch im Bereich Sensibilisierung
und Fundraising im „erweiterten Heimmarkt“ umzusetzen.
Davon profitiert ICEP, da seine Strukturen gestärkt
werden, davon profitieren freilich in einem noch größeren
Ausmaß ICEPs Partner. Es zeigt sich, dass politische
Entwicklungen wie der europäische Einigungsprozess
auch für eine „kleine und feine“ Organisation
eine Fülle an neuen Chancen birgt, die konkret umzusetzen
ICEP im Begriff ist.
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