|
Die corporAID Initiative
(ICEP Report 9,
Dezember 2003)
Mit corporAID bietet ICEP Unternehmen
die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer gesellschaftlichen
Verantwortung aktiv an der globalen Armutsbekämpfung
zu beteiligen. Dazu erschien am 3.12.2003 die erste
Ausgabe des corporAID Magazins.
ICEP steht seit 1997 im Dienst der internationalen
Entwicklungszusammenarbeit. Unsere Aktivitäten
in Österreich richteten sich dabei vor allem
an Privatpersonen. Mit corporAID hat ICEP jetzt eine
Initiative bei der Hand, den Gedanken der globalen
Armutsbekämpfung auch in die Unternehmenswelt
zu tragen.
Gesellschaftliche Verantwortung
wahrnehmen
ICEP baut mit corporAID auf das Konzept von
Corporate Social Responsibility (CSR), der –
freiwilligen – sozialen Verantwortung von Unternehmen.
CSR ist ein Management-Ansatz, der Paternalismus und
Gönnertum ablöst. Die gesellschaftliche
Verantwortung von Unternehmen ist heute komplexer
als früher: Viele Menschen erwarten von Unternehmen
ein Verhalten als „good citizen“, als
guter Mitbürger. Und meinen damit nicht nur die
Steuerleistung und die Sicherung von Arbeitsplätzen.
Globales Handeln – auch
sozial
Ein Unternehmen, das global tätig ist,
sollte auch Konzepte gesellschaftlichen Engagements
überdenken, die über die Unterstützung
des lokalen Kegelvereins hinausgehen. Ein Unternehmen,
das seine Ressourcen aus der ganzen Welt bezieht und
seine Produkte weltweit verkauft, hat entsprechend
auch eine globale gesellschaftliche Verantwortung.
Auch hier hat die Globalisierung die Spielregeln für
erfolgreiches Wirtschaften verändert.
corporAID – für die
Wirtschaft
ICEP hat es immer auch als seine Aufgabe
gesehen, Unternehmen Möglichkeiten anzu-bieten,
Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Und stieß
dabei nicht selten auf Unternehmer, die gerne „mehr“
im Bereich globale Armutsbekämpfung leisten würden.
Mit corporAID macht ICEP jetzt der Wirtschaft und
anderen Entwicklungsorganisationen das Angebot, Partnerschaften
zum Nutzen aller zu schaffen – vor allem aber
der Menschen in den ärmsten Ländern der
Welt.
Für Win-Win-Situationen
Öffentlichkeit schaffen
Am 3. Dezember 2003 konnte ICEP Präsident
Stephan Chavanne die corporAID Initiative und das
erste corporAID Magazin im Rahmen eines Festakts von
CSR-Austria präsentieren – in Anwesenheit
von Wirtschaftsminister Bartenstein, WKO-Präsident
Leitl und IV-Präsident Mitterbauer. Dabei dient
das corporAID Magazin als wichtige öffentliche
Plattform zur Präsentation von Best Practice
im Bereich Wirtschaft und globale Armutsbekämpfung.
Die erste Ausgabe wurde am 3.12. auch an die Abonnenten
der Tageszeitung WirtschaftsBlatt verschickt –
corporAID erreichte also von Anfang an eine breite
und qualifizierte Öffentlichkeit.
Der nächste Schritt: corporAID
Fonds
Im Sinne von „Nicht reden, sondern
handeln!“ bleibt es nicht beim Magazin: Für
den 26. Feber 2004 ist die Vorstellung des corporAID
Fonds geplant, der mit Mitteln der österreichischen
Wirtschaft ausbildungsorientierte Entwicklungsprojekte
in den Programmländern der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit unterstützen wird.
Unter Einbeziehung anderer Entwick-lungsorganisationen
bei der Durchführung. Und mit Einbeziehung von
Unternehmern bei der Projektauswahl und Evaluierung.
<<
zurück
|