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ICEPs Strategie: Empowerment
em•pow•er•ment
[im´pauerment] s. 1. Ermächtigung f., Befähigung
f., 2. Selbstkompetenz f., 3. Ermöglichung zum
selbstverantwortlichen Handeln, Förderung der
Autonomie im Leben
Empowerment bedeutet
für ICEP, Menschen die Chance zu geben, ein selbstbestimmtes
Leben auf Grundlage der eigenen Arbeit zu führen
und an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen
teilzuhaben. Empowerment beginnt damit, Perspektiven
aufzuzeigen und Initiativgeist zu wecken. Daher investiert
ICEP in Köpfe und unterstützt Menschen in
Entwicklungsländern durch Ausbildung dabei, ihre
eigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken,
zu entfalten und Know-how aufzubauen.
Durch Ausbildung werden
Menschen zu Akteuren der eigenen Entwicklung. Für
ein Leben mit Perspektive und in Würde.
Zuverlässige,
kompetente Partner vor Ort sind für ICEP der
entscheidende Erfolgsfaktor: Sie planen und realisieren
die Projekte eigenständig und gewährleisten
dadurch deren Nachhaltigkeit.
Die lokalen Partner von ICEP kennen die Bedürfnisse
der Menschen und die Gegebenheiten der Region. Ihre
Mitarbeiter sind normalerweise Einheimische und gehören
den verschiedenen ethnischen Gruppen und Religionen
der Bevölkerung an. ICEPs Partner sind "grass-rooted",
wie es im Fachjargon heißt. Sie sind die ersten,
die am Erfolg der Projekte interessiert sind. Es sind
"ihre" Projekte, die sie zur langfristigen
Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Heimat
auf die Beine stellen möchten. Und neben Engagement
und Verantwortungsgefühl besitzen sie auch die
organisatorischen Voraussetzungen und das technische
Know-how, um nachhaltige Entwicklungsprojekte durchzuführen.

Für
sein Engagement sucht ICEP die Unterstützung
von Privatpersonen und Unternehmen.
ICEP möchte sich wirksam
am Kampf gegen die Armut in den Entwicklungsländern
beteiligen, und baut dabei auf die Hilfe von vielen
Einzelpersonen, Vereinen und Gemeinschaften, die dieses
Anliegen teilen. ICEP steht fest in der Überzeugung,
dass jeder Beitrag zählt, wenn es darum geht,
Menschen der dritten Welt neue Chancen zu geben. Und
es ist einem Fundraising verpflichtet, das nicht emotional
vereinnahmt, sondern über sachliche Information
und entwicklungspolitische Bildungsarbeit Förderer
zu gewinnen sucht. Auch Unternehmen will ICEP auf
ihre gesellschaftliche Verantwortung ansprechen. Unternehmen
bietet ICEP auch Möglichkeiten des Sozial-Sponsorings.
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Die örtlichen Partner
planen und realisieren die Entwicklungsprojekte, ICEP hilft
ihnen bei der Finanzierung der Projekte.
FactBox: Kofinanzierung
Die Basis der Arbeit österreichischer
Entwicklungsorganisationen ist die Kofinanzierung von Projekten
durch öffentliche Stellen – die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit im Bundesministerium für
auswärtige Angelegenheiten und die Europäischen
Kommission.
Projekte, die von seiten des Außenministeriums
kofinanziert werden, müssen den Programmländern
der österreichischen Entwicklungs-Zusammenarbeit zugute
kommen. In dieser Gruppe zählen zu den Schwerpunktländern
Äthiopien, Burkina Faso, Kap Verde, Mosambik, Uganda,
Nicaragua, Ruanda und Bhutan, zu den Kooperationsländern
Burundi, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Kenia, Namibia,
Nepal, Pakistan, Senegal, Simbabwe, Südafrika und Tansania.
Kofinanzierung für Projekte in Programmländern
bedeutet konkret, dass die Republik Österreich nach
eingehender Prüfung eines Projektantrages bis zu 75
Prozent der Projektkosten übernimmt. Den restlichen
Betrag muss die Entwicklungsorganisaton durch Spenden, durch
Charity-Veranstaltungen und durch Kooperationen mit der
Wirtschaft aufbringen. Die öffentliche Hand vergibt
also keine Mittel an „Projektdienstleister“,
sondern sie verpflichtet die einzelne Entwicklungs-NGO durch
das Aufbringen eines nicht unerheblichen Anteils an Eigenmitteln,
für ihre Arbeit einen Rückhalt in der Gesellschaft
aufzubauen.
Seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen
Union 1995 besteht für österreichische Entwicklungs-NGOs
auch die Möglichkeit, bei der Europäischen
Kommission in Brüssel Projektanträge zur
Kofinanzierung einzureichen. Ein- bis zweimal pro
Jahr werden in einer öffentlichen Ausschreibung
Kofinanzierungmittel aus der allgemeinen Entwicklungshilfe-Budgetlinie
B7-6000 vergeben. Im Fall einer Approbation übernimmt
die EU 50 Prozent der Projektkosten, die Republik
Österreich 35 Prozent. Der Eigenfinanzierungsanteil
der NGO liegt bei EU-Projekten somit bei 15 Prozent
und der Multiplikatoreffekt für Spendengelder
bei über 6,5 – ein starkes Argument!
ICEP erfüllte erst im Jahr 2001 die
formalen Voraussetzungen, Anträge bei der Kommission
in Brüssel zu stellen, da die EU von einreichenden
NGOs einen mindestens dreijährigen Track-Record verlangt.
Im Frühjahr 2002 reichte ICEP sein erstes Projekt ein,
das im Dezember 2002 mit 195 weiteren Projekten aus insgesamt
954 ausgewählt wurde. Auch das ist eine schöne
Bestätigung für die Qualität von ICEPs Arbeit.
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