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Ziele
ICEP wurde im Herbst
1996 als nicht-gewinnorientierter Verein gegründet
und möchte als NGO ein professioneller Partner
bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten
sein.
ICEP versteht sich als "Sozialunternehmen”.
ICEP verbindet seinen Sinn für Solidarität
mit Unternehmertum. Entwicklungsarbeit ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung.
Entwicklungsarbeit ist selbstverständlich auch
keine Tätigkeit, der man mit Kapitalrendite oder
gar Shareholder value beikommen könnte. "Performance”,
"strategisches Denken” und "Wirtschaftlichkeit”
müssen aber deswegen für NGOs keine Fremdworte
sein. Professionelle Entwicklungsarbeit heißt
für ICEP, gestützt auf ein hohes Maß
an Sachwissen die vorhandenen finanziellen Mittel
möglichst effizient im Dienste der Bedürftigen
in den Entwicklungsländern einzusetzen. Den Anspruch
wirksamer Entwicklungszusammenarbeit versucht ICEP
über eine klare, strategische Ausrichtung zu
gewährleisten. Seine Schwerpunkt-Regionen sind
Ostafrika, Zentralamerika und Zentralasien.

ICEP unterstützt
Entwicklungsprojekte, die überschaubar und ausbildungsorientiert
sind und den wirklich bedürftigen Menschen in
den Entwicklungsländern zugute kommen.
ICEP forciert Ausbildungsprojekte in der Überzeugung,
dass gute Ausbildung der Schlüssel für eine
wirksame und auf lange Sicht erfolgsversprechende
Entwicklungsarbeit ist. ICEP fördert Schulungs-
und Berufsausbildungsprogramme; unterstützt Projekte,
bei denen Menschen geholfen wird, ihre unternehmerische
Initiative auszuweiten; investiert in den Aufbau und
Ausbau von Ausbildungszentren; unterstützt die
Vermittlung von Kenntnissen in den Bereichen Ernährung,
Gesundheit und Hygiene. Auch Infrastrukturmaßnahmen,
wie etwa ein Brunnenbau, können finanziert werden,
wenn die Begünstigten angemessen am Projekt beteiligt
sind und der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe"
gewahrt bleibt.

ICEP ist
überparteilich und überkonfessionell. Die
Arbeit von ICEP orientiert sich an der katholischen
Soziallehre und am christlichen Menschenbild.
Solidarität mit den Armen aus den Entwicklungsländern
setzt das Bewusstsein voraus, dass der Hilfsbedürftige
dieselbe Würde besitzt wie der Helfende. Der
tiefste Grund für die Würde des Menschen
liegt in der Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott,
seinem Schöpfer. Diesen Anspruch zu bejahen heißt
auch, an die Fähigkeiten und Begabungen jedes
Menschen zu glauben und in der Entwicklungsarbeit
den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen; mit Vertrauen
und Optimismus in die Menschen zu "investieren",
um sie in die Lage zu bringen, ihre Anlagen zu entfalten
und ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen.
Auf dieser Grundlage ist Entwicklungsarbeit auch echte
Zusammenarbeit, bei der nicht einfach Know-how, technische
Hilfsmittel und Geld zur Verfügung gestellt werden,
sondern wo es um gemeinsame Visionen geht, deren Verwirklichung
alle Beteiligten bereichert.
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Doch nicht korrupt
Das Erlebnis liegt schon einige Jahre
zurück. Ich wartete am Flughafen in Nairobi auf
meinen Flug nach Kampala und kam mit einem indisch-stämmigen
Kenianer ins Gespräch. Er war gerade geschäftlich
nach Südafrika unterwegs. Als ich ihm von meiner
Zusammenarbeit mit kenianischen NGOs erzählte,
reagierte er für mich überraschend: „Oh,
vergessen Sie es, schade ums Geld, schade um die Zeit.
Es sind alle korrupt und hauen Sie nur übers
Ohr. Ich könnte Ihnen so vieles erzählen!“
– Man muss wissen, dass allein in Kenia jedes
Jahr über 150 NGOs gegründet werden und
tatsächlich nur die wenigsten davon seriös
sind. Viele von ihnen verfolgen weniger das Ziel der
Armutsbekämpfung als das der Selbstbereicherung.
– Gut, auf diese direkte, aber durchaus freundschaftlich
gemeinte In-Frage-Stellung meiner Bemühungen
antwortete ich ihm: „Schauen Sie, ich habe mir
gerade ein Projekt mit einem unserer Partner angeschaut,
ich denke, es läuft wirklich sehr gut.“
– „Wie heißt die Organisation?“
– „Kianda.“ – „Ah, Kianda!“
Sein Gesicht hellte sich auf und er gab ein Statement
ab, das mir noch heute in den Ohren klingt: „Kianda
ist eine Ausnahme, die arbeiten wirklich sehr gut.
Die würde ich auch unterstützen!“
Eine nette Geschichte, die sehr schön zeigt,
wie wichtig die Auswahl der Partner in der Dritten
Welt ist. Nicht zu allen unseren Partnern gibt es
solche Anekdoten. Aber alle kennen wir so gut, dass
wir für ihre Vertrauenswürdigkeit einstehen
können. Wir verfolgen gemeinsame Visionen und
stärken uns gegenseitig in unserer Zusammenarbeit.
Dr. Bernhard Weber, ICEP-Geschäftsführer
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